Baby-Erstausstattung

Oft wurde ich gefragt, wie meine Baby-Erstausstattung aussah. Ganz ehrlich, beim 1. Kind hab ich vieles als Must-have angeschaut, was ich beim 2. Kind nicht mehr brauchte. Aber es gab auch Dinge, die ich mir dann beim 2. Baby angeschafft habe, weil es beim 1. gefehlt hat.

 

Gerade beim ersten Baby hat man ja noch keine Ahnung was wirklich wichtig ist, und die Sachen sind ja auch alle sooooo süss und es macht enorm viel Spass, Babysachen zu kaufen. Einig sind aber schon sehr kostspielig, gerade der Kinderwagen, Wickeltisch, Bett, Hochstuhl usw. Es lohnt sich deshalb, ein Babygeschäft des Vertrauens zu suchen, und dort möglichst all die grossen Dinge zu kaufen. Meisten gibt es mit der Zeit Rabatt auf all die Einkäufe - und es werden einige sein.


Der Wickeltisch und die Pflege

Natürlich kann man das Baby überall wickeln, Decke drunter und schon lässt sich das Sofa oder der Tisch optimal nutzen. Aber so ein Wickeltisch ist schon praktisch. Meiner stand immer im Kinderzimmer. Hier kann alles aufbewahrt werden, was man zum Wickeln braucht. Windel, Wasserschale, Zellstofftücher, Crèmes und Salben, Kleider und natürlich direkt daneben der Windeleimer. Wichtig beim Wickeltisch - eine Waschbare Auflage, Fixleintücher für die Aufalge, Tücher usw. Es geht nämlich sicher mal was daneben. Unser Wickeltisch konnte später in einen Schreibtisch umfunktioniert werden. War toll, aber nicht unbedingt nötig. Am Anfang fand ich es praktisch, dass die Fächer unter dem Tisch offen waren. Als meine erste Tochter sich dann aber einen Spass daraus gemacht hat, ständig alles auszuräumen, hielt sich meine Begeisterung in Grenzen. Heute würde ich einen mit Schubladen bevorzugen. Aber er war sehr robust und wir haben ihn sogar noch weiter verkauft.

 

Den Windeleimer hätte es auch nicht zwingend gebraucht. Ein einfacher Eimer mit Deckel und wenn möglich so einem Fusspedal reicht. Gerade diese Einsätze für den Windeleimer gehen gewaltig ins Geld.

 

Bei der Babypflege konnte ich mich nicht mit den Feuchttüchern anfreunden. Auf so eine zarte Babyhaut wollte ich nur Wasser und Öl lassen. Mit den Zellstofftüchern oder Einwegwaschlappen kann man super alles reinigen. Unterwegs ist das dann etwas komplizierter. Dort habe ich auch immer Feuchttücher mitgenommen. In die Badewanne, ja wir haben extra eine Plastikwanne gekauft und das würde ich wieder machen, kam ein Tropfen von Weleda und das war's auch schon. Wenn ich schon beim Baden bin, wichtig ist das Badethermometer und anschliessend ein weiches Badetuch. Die mit der Kapuze fand ich super. Die wachsen auch irgendwie mit. Wir hatten diese Jahre im Einsatz, und jetzt werden die Puppen damit abgetrocknet.

Für die Babypflege braucht es noch ein paar weitere Sachen. Eine Babybürste, Babynagelschere, Fiebermesser, Bettflasche und/oder Kirschkernkissen. Von einer Freundin habe ich resp. meine Tochter zur Geburt ihr erstes Necessaire bekommen. Das war gefüllt mit allen wichtigen: Wundsalben, NaCl Lösung für das Näschen, Stilleinlagen für mich, Miniwindeln usw. ein tolles Geschenk.

 

Wir haben keinen Heizstrahler angeschafft, obwohl es bei der Grossen schon fast Winter war. Das Babyzimmer war immer schön warm. Geschlafen haben beide die ersten Monate in unserem Schlafzimmer, somit hat die Wärme beim Schlafen nicht gestört.


Das Schlafen

Für uns war von Anfang an klar, dass das Baby die erste Zeit in unserem Schlafzimmer schlafen wird. Allerdings dauerte diese Anfangsphase doch einiges länger, weil wir uns beide so schwer lösen konnten. Wir hatten einen Stubenwagen für die Kleinen. Das ist ein Familienerbstück, ich lag auch schon drin und mein Vater, meine Tanten usw. Nach ein paar Monaten haben wir uns dann ein Gitterbett angeschafft. Hier lohnt sich meiner Meinung nach schon etwas Robustes. Unsere 2 Mädchen sind beide mit Leidenschaft darin rumgesprungen und es musste so einiges aushalten. Allerdings waren wir beim Kauf der Matratze total überfordert. Die Beraterin hat uns all die Vorzüge der extrem teuren Matratzen aufgezählt und natürlich auch auf die Gefahren von billigen Matratzen hingewiesen. Wir hätten uns vorher besser informieren sollen. Zum Schluss kauften wir eine aus dem mittleren Preissegment. Unsere Kinder hatten immer einen Schlafsack bis sie alte genug für eine Decke waren. Aber ob Schlafsack oder ZEWI-Fix-Decke, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Was ich dennoch sehr wichtig fand, war der wasserdichte Molton für die Matratze und die Kopfumrandung beim Gitterbett. Wir haben beiden ein Schmusetier geschenkt. Das lag immer irgendwo mit im Bett. Ein Musik-betriebenes Mobile hatten wir auch mal, ich fand das aber überflüssig und hab es bei der 2. gar nicht mehr aufgehängt.


Zu hause

Unsere Mädchen hatten ein Laufgitter. Das klingt so schlimm. Ich fand das aber sehr praktisch, um sie mal kurz hinzulegen und doch bei mir in der Nähe zu haben. Sie lagen schon ab Babyalter darin. Als die 2. auf der Welt war, ist die Grosse oft mit reingekrabbelt. Goldwert fand ich die Babywippe. Diese hatte ich erst bei der 2. angeschafft. Baby Nr. 1 hatte eine Hängematte. Das sah süss aus, war aber nicht so praktisch wie die Wippe und für die Kleine auch nicht so spassig. Die 2. hatte so was von Fun in der Wippe, es war zu schön um anzusehen.

Eine Krabbeldecke ist natürlich auch ein Muss. Für den Anfang braucht das Baby aber sonst nicht viel. Die süssen Spielsachen bekommt man oft Geschenkt oder kann sie sich zur gegebenen Zeit kaufen.


Das Stillen, Der Schoppen, Der Nuggi und Co.

Ich hatte das Glück, bei beiden stillen zu können. Still-BH, Stilleinlagen und Mulltücher, Stillkissen, Handpumpe. Ja mehr war es gar nicht. Die Handpumpe braucht man aber nicht gleich am ersten Tag. Für mich war das noch praktisch. So konnte ich auch später während dem Arbeiten kurz verschwinden, um abzupumpen. Zwar nicht so angenehm, aber was macht man nicht alles. Nuggis hatten wir gleich ein paar verschiedene Modelle. Wobei auch hier die Kinder unterschiedlich sind. Von Baby Nr. 1 gibt es fast keine Bilder ohne Nuggi, Nummer 2 hatte dafür nie einen im Mund. Wichtig ist sicher auch noch ein Schoppen für Tee zu Hause zu haben. Wenn es mit dem Stillen nicht klappt, kann der Partner immer noch alles nötige kaufen.


Unterwegs

Ohne Babyschale fürs Auto darf man das Spital gar nicht verlassen, ausser man geht mit den ÖV oder zu Fuss nach Hause. Somit ist dieser Kauf ein Muss. Ich fand dieses Isofix Ding sehr praktisch. Falls das Auto nicht schon Sonnenschutz integriert hat, ist es sinnvoll, solch einen zu kaufen. Weiter braucht man natürlich einen Kinderwagen. Ich hatte bei meiner 1. Geburt einen Kaiserschnitt daher war das mit dem Tragen nicht so gut möglich. Um so wichtiger war der Kinderwagen. Wir haben uns damals einen angeschafft, den man auch zum Joggen nutzen kann. Hier sind die Bedürfnisse zum Glück sehr unterschiedliche. Eine Beratung in einem Fachgeschäft lohnt sich. Regenschutz, Sonnenschutz und Insektenschutz sind aber schon Goldwert. Ganz wichtig ist natürlich die Wickeltasche. Wenn man das Baby oft tragen will, ist eine Tasche, die auch als Rucksack genutzt werden kann, super. In die Wickeltasche gehört eine Wickelunterlage, Wechselkleider, alles zum Wickeln, Ersatznuggi und Feuchttücher. Beim Tragen haben wir auf die klassischen Modelle gesetzt. Irgendwie habe ich mir das mit dem Tuch nie wirklich zugetraut. Die Tragen kamen sehr oft zum Einsatz. Gerade beim 2. Kind war ich ständig damit unterwegs. Meine Grosse war etwas "lauffaul", somit war es einfache die kleine zu tragen und der Grossen den Platz im Buggy zu gönnen. Aber auch wenn sie sich nicht beruhigen liessen, hab ich sie oft so durchs Haus getragen und nebenbei den Haushalt gemacht.


Die Kleidung

Das ist je nach Saison unterschiedlich. Wichtig sind jedoch Bodys in Grösse 50-56, Strampler, Schlafanzug, Socken, Westen, Jäckchen, usw. Überlege Dir gerade bei den Schlafanzügen, dass Du diese auch nachts zum Wickeln öffnen musst, also sollten sie einfach aufgehen. Wenn Du nicht täglich waschen möchtest, empfiehlt es sich 1-2 Bodys mehr zu kaufen. Die kleinen süssen Kleider zu kaufen macht auch richtig Spass. Ich musste immer aufpassen, dass ich nicht zu viel davon kaufte. Schliesslich wachsen die Kleine so schnell aus den Kleidern raus und viel haben wir geschenkt bekommen. Daher empfehle ich einfach mal ein paar erste Kleider zu kaufen und dann, sobald das Baby da ist, einen Ausflug in die Stadt machen und durch die Geschäfte stöbern.


Was ich nicht gebraucht habe

 Natürlich gibt es auch Dinge, die ich in der Zwischenzeit als überflüssig erachte und damit gar nicht erst angeschafft wurden oder nicht mehr anschaffen würde. Dazu zählen:

  • Babyduschbäder
  • Gehfrei oder Babyhängematte
  • Richtige Babyschuhe
  • Babynestchen
  • Flaschentrockner
  • Sterilisator für Fläschchen

Must-haves

Alles, was ich als wichtig erachte und auch gebraucht habe, findest du in der Checkliste Babys-Erstausstattung zum Downloaden.

Download
Checkliste Babyerstausstattung
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So, das war es jetzt mit meinem kleinen Beitrag - ist doch länger geworden als geplant. Habe ich noch etwas vergessen? Dann teile mir das gerne im Kommentarfeld mit.

Nicole

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